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Aktuelle Wortmeldung

von Karl-Heinz Albers

Wozu?
An dieser Stelle veröffentliche ich in regelmäßigen Abständen Texte zu Themen, mit denen ich mich gerade befasse. Sie sollen zum Nachdenken(und mich zum Formulieren) reizen und eine inhaltliche Auseinandersetzung befördern.
Über Reaktionen und Weiterführungen freue ich mich also.

® Alle Texte und Arbeitsblätter von perspektive-albers.de dürfen mit Quellenhinweis (• Karl-Heinz Albers • Laufbahncoaching • Supervision • www.perspektive-albers.de ) verwendet werden.

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Mittwoch, 10. Mai 2017 - 13:14 Uhr
Meine Projekte und der subjektive Faktor

Ein Vorhaben wird wahr, wenn die Beteiligten daran glauben. Wenn sie glauben, dass es wahr werden kann.
Es scheitert häufig nur deshalb, weil sie an seine Möglichkeit, seine entwickelte Existenz nicht glauben können und sie deshalb das jetzt Notwendige nur zögerlich angehen oder gar unterlassen.

Es gibt selbstverständlich auch Vorhaben, die aus anderen Gründen scheitern.
Nur, mein gegenwärtiges Vorhaben sollte wegen dieses persönlichen „Glaubensschwunds“ doch wohl auf keinen Fall sterben – Oder?!
Was bedeutet es dann, wenn meine Zuwendung (Interesse, Überzeugtsein etc.) zum Vorhaben dennoch nachlässt?
Hat es diesmal mehr mit dem besonderen Vorhaben zu tun? Oder hat es wieder eher mit mir zu tun?

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Donnerstag, 27. April 2017 - 10:52 Uhr
Erst die Arbeit ...dann das Vergnügen?

Muße hält nicht von der Arbeit ab, sondern umgekehrt.

Ursprünglich im Lateinischen steht Negotioum für Arbeit.
Arbeit ist also die Negation von etwas.
Sie ist die Verneinung der Muße . Denn Otium bedeutet Muße. 

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Donnerstag, 20. April 2017 - 15:40 Uhr
Verantwortungslosigkeit

und die schön schubladisierte, arbeitsteilige Fachlichkeit

Der hasserfüllte, gehörnte Ex-Ehemann verletzt sich selbst lebensbedrohlich beim Versuch, seinen Nebenbuhler aus Eifersucht zu beseitigen. Jetzt liegt er im Krankenhaus. Die Ärzte tun ihr Bestes, um ihn wieder zusammen zu flicken. Nach einiger Zeit, tönt es schon wieder aus dem Stationszimmer, dass die Neu-Verliebten etwas erleben würden, wenn er erst einmal wieder Zuhause sei.
Später entlassen die Ärzte ihn schließlich geheilt.
Einige Tage darauf lesen sie in der Zeitung, dass ein Liebespaar vom Ex-Mann der Frau überfallen und getötet wurde.
Die fassungslosen Ärzte haben ihr Bestes gegeben, um den Verletzten wieder auf die Beine zu bringen. Es ist ihnen gut gelungen.  Dafür übernehmen sie gern die Verantwortung -
Alles andere geht sie nichts an - denken sie sich, lieber Mal ……
Ich meine, sie täuschen sich und sie drücken sich.

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Mittwoch, 12. April 2017 - 15:03 Uhr
Traditionalisten und Neuerer

(Konfliktkultur 51)

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Freitag, 7. April 2017 - 14:22 Uhr
Dominanz, Unterwerfung und Täuschen – das fatale Dreiergespann

aus den Kommunikationstiefen von Arbeits- und Liebesleben

Drei sehr unterschiedliche Formen, um den Kontakt zu vermeiden und um sich zu verstecken.
Drei Formen, um einer Auseinandersetzung und wirklichen Begegnung auszuweichen.
Auf der Strecke bleiben Authentizität, Wahrhaftigkeit, Vertrauen und Mut.
Was sich nicht einstellt, ist befriedigender Kontakt.

A) Mir kann nichts passieren: Dominanz,
Motto:  „Ich weiß Bescheid“
Bin ich in der Durchsetzung, in der Aktion oder im klaren Anweisung-Geben, eben im  Bestimmen über andere, dann wird jeglicher Zweifel an mir bei mir selbst und den anderen schon von vornherein ins Unrecht gesetzt.
Würde ich Zweifel, Widerspruch, Schwächen, Irritation (nach) außen zulassen, so müsste ich auch meine eigene „zweite Seite“ mit in den wirklichen Dialog einbringen. Das überfordert mich, verlangt zu viel Risiko. Meine Klarheit und Eindeutigkeit wären dann dahin. Ich müsste mehr gelten lassen und mein Bild als potente Person/“Führungsperson“ würde „uneindeutiger“.


B) Mir kann nichts passieren: Unterwerfung/Anpassen

Motto: „Ist mir egal“
In der Unterwürfigkeit und auch der eilfertigen „Flexibilität“ folge ich scheinbar problemlos. „Ja, können wir so machen.“ Dann brauche ich mich selbst nicht zu befragen. In diesem Modus brauche ich die Mühe meines Widerspruchs, meiner Individualität nicht zu wagen. In meiner ausgeprägten Anpassungsfähigkeit bleibe ich relativ frei von Verantwortung. Hier kann mich niemand festnageln, ich folge ja nur. Ich bleibe offen (eigentlich unengagiert) und verborgen, und lade keine „Schuld“ auf mich.


C) Mir kann nichts passieren: Rumpelstilzchen als Ausweg

Motto: „Nein, nein - da ist sonst nichts“
Die Leugnung der eigenen Strebungen. Sie braucht allerdings Entlastung. Diese erfolgt z.B., wenn ich mir kompensierend einen für andere uneinsehbaren Hintergrund für „mein anderes Ich“ eingerichtet habe. In diesem weitgehend verborgen gehaltenen Raum kann ich unbemerkt, hinter dem Rücken anderer, unbeobachtet, unkontrolliert, ohne Begründungspflicht – „ungestraft“ – sein, wie ich „wirklich“ bin. Ich gönne mir meine „kleinen Freiheiten“, so nenne ich es. Hier folge ich meinen Impulsen, hier muss ich nicht rechtfertigen (Doppelleben) und es droht keine Verurteilung. Hier zeige ich, mutiger und evtl. anonym, die bisher versteckten, nicht integrierten Teile von mir.
Danach wird dieses „Hintergehen“ wieder beendet und ich gehe wieder in den Vordergrund für das Versteckspiel nach A oder B.

Bei A verstecke ich meinen „schwachen“, bei B meinen „egoistischen“ Teil. Vielleicht lebe ich ansatzweise von beidem etwas in C aus.
Alle drei gehören zusammen und widersprechen sich auch. Je nach Situation und Stimmung stehen mir die drei Modi zur Verfügung. Ich selbst wähle autonom aus, wann auf welcher Bühne gespielt wird. Die anderen müssen dann sehen.

So komme ich „unentdeckt“ und allerdings auch ungeliebt durch!
Denn „Liebe“, d.h., wirkliches Interesse an mir, würde sich mit diesem Theater nicht zufrieden geben - (professionelles) „Rollenspiel“ dagegen wohl sehr.

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